Unsere Vision

Unsere Vision für die Freie Waldorfschule Regensburg

Die Regensburger Waldorfschule möchte ihren Schülern eine umfassende Bildung für Kopf, Herz und Hand vermitteln, die die Persönlichkeitsbildung des Kindes mit seinen individuellen Fähigkeiten in den Vordergrund stellt. Der Unterricht ist inhaltlich und methodisch auf den Entwicklungsstand der Schüler abgestimmt und orientiert sich nicht nur an leistungsrelevanten sondern gleichermaßen an lebensrelevanten Fragen. Durch erfahrungsorientiertes Lernen werden in Kindern und Jugendlichen Lernfreude und Neugierde auf die Welt geweckt und die Willenskraft gestärkt. Wir verstehen uns als ein Lebensraum in Bewegung, in dem die Kinder ihre intellektuellen, kreativen und sozialen Kompetenzen entwickeln und erproben können und zu verantwortungsbewussten, weltoffenen, urteilsfähigen und emphatischen Persönlichkeiten heranreifen, die selbstbestimmt ihren Lebensweg gehen.

In unserem digitalisierten und globalisierten Zeitalter ist es uns ein Anliegen, unseren Kindern nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern sie durch auf Primärerfahrungen basierendes, freudiges Lernen darauf vorzubereiten, sich auf lebenslange Lernprozesse einzulassen. Unsere Schüler lernen Lebenszusammenhänge zu beobachten, zu erkennen und zu gestalten. Wir möchten unsere Schüler dazu befähigen, aus der Vielzahl an Angeboten und Reizen unserer heutigen Lebenswelt das wirklich Wichtige für sich herauszufiltern und den eigenen Standpunkt zu finden. Dann können sie sich kreativ immer neuen Anforderungen stellen und unsere sich stetig wandelnde Welt sinnvoll mitgestalten.

Schule in Bewegung setzt Offenheit und Neugier auf Neues voraus und führt zu Wandel, Veränderung und neuen Sichtweisen, bedeutet aber auch, sich von Altem zu lösen und in neue Dialoge und Handlungsfelder zu treten.

Als erste Waldorfschule im Großraum Regensburg sowie des gesamten Ostbayerischen Raumes orientieren wir uns grundsätzlich zunächst einmal an den allgemeinen Fundamenten der Waldorfpädagogik. Wie jede Waldorfschule entwickeln wir darüber hinaus ein eigenes, individuelles Profil, welches eng mit den lokalen Gegebenheiten des Standortes sowie mit den Persönlichkeiten der Gründungsinitiative sowie dem gesellschaftlichen und zeitlichen Kontext der Schulgründung im Zusammenhang steht. Diese Profilentwicklung findet gemeinsam mit der Entwicklung und dem Wachsen der Schule und der Schulgemeinschaft statt und kann zum Zeitpunkt der Schulgründung nur in Form einer Intention von den Schulgründern angeregt werden.

Wir sehen unseren Platz in Regensburg im regen Austausch und Dialog mit einem reichen kulturell-historischen Umfeld und als Impulsgeber für eine Schule der Zukunft, in der den Schülern genügend Raum und Entwicklungsmöglichkeiten gegeben werden, um ihre eigenen Zukunftsimpulse zu entwickeln und zu verwirklichen. Es ist uns wichtig, dass unsere Schüler die wirtschaftlichen, technischen und gestalterischen Elemente, welche unsere Gesellschaft formen, in der Schule praktisch und unmittelbar erleben können. Unsere Schule soll nicht als abgeschottete Insel außerhalb der Gesellschaft wirken, sondern als ein interaktives, partizipierendes Element mit der Gesellschaft in Beziehung treten. Ganz konkret kann das bedeuten, dass wir das praktische Lernen ausbilden, indem wir Kooperationen mit örtlichen Werkstätten, Betrieben und Firmen anstreben, z.B. in Form von Praktika oder technologisch- wirtschaftlichen Schwerpunktepochen im Rahmen des Unterrichtes. Es kann auch bedeuten, dass handwerklich gefertigte Produkte aus dem künstlerisch-praktischen Unterricht ganz real verkauft werden, was die Schüler in der Erkenntnis stärkt , dass Produkte und Kulturgüter nicht einem Selbstzweck dienen, sondern ihre Akzeptanz auch in der Außenwelt erstreben müssen. Es kann ebenfalls bedeuten, dass wir auf dem Schulgelände eine Fahrradwerkstatt errichten, wo die Schüler lebenspraktisches Handeln mit dem Lernen von technischen Zusammenhängen und Prozessen altersgerecht verbinden können.

Regensburg, den 20.02.2016
Der Gründungskreis