Kurze Einführung in die Waldorfpädagogik

Im Mittelpunkt der Waldorfpädagogik steht die Persönlichkeit des Kindes mit seinen individuellen Fähigkeiten. Der Unterricht ist inhaltlich und methodisch auf den Entwicklungsstand der Schüler abgestimmt und orientiert sich nicht nur an leistungsrelevanten, sondern gleichermaßen an lebensrelevanten Fragen. Durch erfahrungsorientiertes Lernen werden in Kindern und Jugendlichen Lernfreude und Neugierde auf die Welt geweckt und die Willenskraft gestärkt.

Die Regensburger Waldorfschule versteht sich als ein Lebensraum in Bewegung, in dem die Kinder ihre intellektuellen, kreativen und sozialen Kompetenzen entwickeln und zu verantwortungsvollen, weltoffenen, urteilsfähigen und empathischen Persönlichkeiten heranreifen können, die selbstbestimmt ihren Lebensweg gehen.

Lernen ohne Angst

Leistungskontrollen werden bis zur 9. Klasse nicht benotet, Jahreszeugnisse sind ausführliche, individuelle Wortgutachten, es gibt kein Sitzenbleiben. Trotzdem sind die Schüler in der Lage, am Ende der Schulzeit die staatlichen Abschlussprüfungen erfolgreich abzulegen.

Lernen durch Beziehung

Ein Klassenlehrer als feste Bezugsperson und Entwicklungsbegleiter hält von der 1. bis zur 8. Klasse täglich den zweistündigen Hauptunterricht, die anderen Fächer werden von Fachlehrern unterrichtet.

Lernen in Epochen

Die Hauptfächer werden in Blöcken von 3 bis 4 Wochen täglich unterrichtet, um ein intensives Verbinden mit den Lerninhalten zu ermöglichen.

Lernen im gegenseitigen Miteinander

Die Schüler bleiben bis zum Schulabschluss zusammen in einer festen Klassengemeinschaft ohne Selektion nach Leistung. Dadurch wird u. a. das Lösen von Aufgaben in Gruppen mit unterschiedlichen Begabungen frühzeitig eingeübt.

Sprachliche Kompetenz

Ab der ersten Klasse werden zwei Fremdsprachen unterrichtet, Englisch und Französisch.

Schule in Bewegung

Bewegung im Klassenzimmer, Spielturnen in den ersten drei Schuljahren, regulärer Sportunterricht sowie das waldorf-spezifische Fach Eurythmie sind fester Bestandteil des Schulalltags.

Lebenspraktisches Lernen

Es gibt Unterricht in Gartenbau u.a. mit der Pflege eines schuleigenen bio-dynamischen Gartens und verschiedene Praktika in der Oberstufe, wie Berufs-, Landschaftspflege-, Feldmess- und Sozialpraktikum.

Musik als fester Bestandteil des Schulalltags

Jedes Kind erlernt Flöte ab der 1. Klasse und in der Unter und Mittelstufe wird täglich gesungen. Auch Orchester, Chor und Band mit regelmäßigen Konzertveranstaltungen werden in der Zukunft zum Schulleben gehören.

Künstlerisch-handwerkliche Kompetenzen

Fächer wie Handarbeit, Werkunterricht mit Holz-, Ton-, Stein und Metallarbeiten, Kunstbetrachtung sowie Klassentheaterprojekte, Jahresarbeiten, Schulfeiern, Klassenfahrten und selbstgestaltete Epochenhefte gehören ebenso zu unserem Waldorfschulangebot.

Weltanschauliche und religiöse Offenheit

Alle Kinder und Jugendlichen sind willkommen, unabhängig von Nationalität, Religionszugehörigkeit, sozialer Herkunft und Finanzkraft des Elternhauses. In der Schulgemeinschaft wird eine christliche Werteorientierung gelebt; beim Religionsunterricht kann zwischen römisch-katholisch, evangelisch und freichristlich gewählt werden.